Di | 16.10.2018
BOSp/SpBO Ausbildungsprojekt Dt. Post AG vom 16.10 - 18.10.18
 
15:00 Uhr Sitzung erweiterten Schulleitung
 
Mi | 17.10.2018
Abteilungskonferenz 15:30 Uhr in R 110
 
Do | 18.10.2018
11:55 Uhr Sitzung der Schulleitung
 
Mo | 29.10.2018
Q1: Abgabe des Exposés zur Projektarbeit
 
Di | 30.10.2018
17:00 Uhr Schulkonferenz (Raum 110)
 
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Aktuelles

WK ALT-Projekt

online seit: 15.06.2018

Bördinale vom 26.06. - 27.06.2018



 
online seit: 29.05.2018

USA-Austausch 2018

Ende März traten 20 SchülerInnen des Schulzentrums an der Bördestraße begleitet von den Lehrkräften Berit Grohnert und Torsten Behrens die Reise zum Gegenbesuch des Schüleraustausches nach Rochester, New York in den USA an. Anfang März hatte eine Delegation aus Rochester die Lesumer hier in Deutschland besucht. Nun wurden die inzwischen bekannten amerikanischen Schüler besucht.



Nach einer langen Reise wurden die Bremer herzlich am Flughafen in Rochester begrüßt und in ihre Gastfamilien aufgenommen. Am nächsten Morgen ging es zur ersten Stunde in die Brighton High School. Dort bekam jeder Schüler einen eigenen Locker und Marken für Lunch in der Schulmensa. Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter und eine Führung durch die Schule, nahmen die Lesumer am regulären Unterricht teil. So regulär erschien er jedoch nicht allen Schülern, da dort auch Fächer wie Band, Chor, Jewelry Making, Sustainability oder Theater auf dem Stundenplan standen. Beeindruckt waren die Bremer Schüler und Lehrer besonders vom Schulchor, der während ihres Besuches an einem Abend ein Konzert in Saal gab und dem Theaterunterricht, bei dem die Schüler ohne sich zu genieren vollen Körpereinsatz zeigten. Im Deutschunterricht standen die Schüler der Bördestraße den deutschlernenden Amerikanern als Gesprächspartner zur Verfügung und mussten unter anderem dabei helfen das Märchen Die Bremer Stadtmusikanten zu übersetzen. In jedem Klassenraum fiel auf, dass dort die Flagge der USA zu sehen war. Außerdem hat dort an den High Schools jeder Lehrer seinen eigenen Raum, den er passend zu seinem Fach dekoriert. Im Deutschraum von Mrs Gillespie haben sich nach vielen Austauschen mit der Bördestraße einige Bremensien angesammelt.
Die Bremer Schüler nahmen auch an dem Walkout teil, der während ihres Aufenthaltes landesweit in den USA stattfand. Bei diesem Walkout verließen viele High-School-Schüler am selben Tag zur selben Zeit ihr Schulgebäude und protestierten gegen die Waffengesetze in den USA. Schüler der Brighton High School lasen Reden vor, in denen sie an die Opfer des School Shootings in Florida erinnerten, über die NRA, Trumps Wahlkampf oder das Registrieren zu Wahlen in den USA informierten. In Rochester und Umgebung scheint man die NRA und President Trump eher kritisch zu sehen.

Ein besonderes Highlight des Programms, welches die Amerikaner für die deutschen zusammengestellt hatten, war der Besuch der kanadischen Seite der Niagara Falls. Dieses Naturschauspiel war auch im Schnee bei eisigen Temperaturen sehr beeindruckend. Außerdem besuchten alle SchülerInnen zusammen eine Kunstausstellung, bekamen eine Behind-the-Scenes-Tour des in der Umgebung sehr beliebten Supermarkts Wegmans und natürlich fanden eine Willkommens- und eine Abschiedsfeier statt. In ihrer Freizeit fuhren einige Schüler mit ihren Partnern zu den Finger Lakes, Gastgeschwister auf deren Campus besuchen, nach Toronto, gingen Skifahren, ins Kino, Bowlen, zum Sport und natürlich Shoppen und in diversen Restaurants essen, erlebten also (fast) das „echte amerikanische Leben“.

Die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Amerikaner wussten die Bremer sehr zu schätzen. Viel wurden sie von ihren Partnern, die bereits mit 17 einen Führerschein hatten, umhergefahren. Dies war ebenfalls ungewohnt. Mit dem Bus oder dem Fahrrad kann man sich in Rochester nur sehr begrenzt fortbewegen. Die amerikanische Küche haben die deutschen Schüler als lecker bewertet, freuten sich am Ende der Reise aber auf heimische Brötchen, weniger fettige Gerichte und keine Pizza.

Sowohl per Social Media, persönlich in Bremen und dann in den USA haben sich die deutschen und amerikanischen Schüler kennengelernt und angefreundet, sodass der Abschied am Rochester Bahnhof etwas traurig war. Dennoch freuten sich die Bremer auf drei Tage in New York City bevor die Heimreise angetreten wurde. Dort wurde unter anderem gemeinsam bei wunderschönem Frühlingswetter die Aussichtsplattform Top of the Rocks des Rockefeller Centers besucht und die Aussicht auf Manhattan bestaunt. Nicht nur das Empire State Building, sogar die Freiheitsstatur waren von dort aus zu sehen. Am nächsten Tag wurden trotz wieder kühler Temperaturen unter anderem der Central Park, das Gelände der United Nations und die Brooklyn Bridge besucht. Die Schüler erkundeten auch auf Fährrädern die Großstadt, bestaunten die riesigen Gebäude, machten viele Fotos und kauften letzte Mitbringsel für Familie und Freunde. Am letzten Abend ging die Gruppe gemeinsam vor dem Rockefeller Center Schlittschuhlaufen. Bevor der Rückflug angetreten wurde, wurde es noch einmal sehr winterlich dank Snowstorm Tobi. In NYC lagen einige Inches Schnee, Schulen und Museen wurden geschlossen, doch der Flug der Bremer Delegation von New York nach Amsterdam kam pünktlich in den Niederlanden an, obwohl fast alle anderen Flüge an diesem Tag gestrichen wurden.

So gingen zwei schöne, aufregende und lehrreiche Wochen zu Ende. Kulturelle Unterschiede wurden erkannt, die englische Sprache fast nebenbei durch das viele Benutzen verbessert, Freundschaften geschlossen und eine mehr als 30-jährige Tradition des Schüleraustausches zwischen dem Schulzentrum an der Bördestraße und der Brighton High School fortgesetzt, bei der inzwischen Kinder von ehemaligen Teilnehmern mitmachen.
 
online seit: 16.04.2018

Nachbericht 2018 - Schüleraustauschprogramm Hamar (Norwegen)

Vom 04.-10.03.2018 nahmen fünfzehn Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer des SZ Bördestraße an einem internationalen Schüleraustauschprogramm mit der Katedralskole in der südnorwegischen Stadt Hamar teil. Dieses Austauschprogramm stellt eine Wiederbelebung eines bereits 2007 durchgeführten Projektes dar. Nach 2015 und 2017 fand dieser Schüleraustausch zum nunmehr dritten Mal statt. Wie bereits im letzten Jahr, fand auch der diesjährige Austausch mit Unterstützung des Erasmus+-Projektes der EU statt, für welches sich die Bördestraße beworben hatte.

Eine typisch norwegische Freizeitbeschäftigung: Aktivitäten in der freien Natur (Budor),
Quelle: Heitmann, T. (2018)
Unter Leitung von Thorsten Heitmann und Eicke Grabener flogen die Nordbremer Schülerinnen und Schüler am 04. März in die ca. 130 km nördlich von Oslo liegende Stadt Hamar, immerhin Norwegens größte Binnenstadt. Die bereits 1152 gegründete Stadt liegt am Ostufer des Mjösa-Sees, Norwegens größtem Binnengewässer, und ist eine der ältesten Städte Norwegens. Von der Einwohnerzahl her ist Hamar (2017 ca. 30 671 Einwohner) in etwa mit Vegesack (ca. 34 552 Einwohner) vergleichbar, von der Fläche aber um ein Vielfaches größer (ca. 351 km² zu ca. 11,918 km²).
Am Montag erfolgte zunächst die Begrüßung durch die Schulleiterin und das Kennenlernen einiger norwegischer Schülerinnen und Schüler, welche als Gastgeber für die Bremer Delegation dienen sollten. Von diesen erhielt die Gruppe zunächst eine Schulführung. Hierbei staunten die Bremer Schülerinnen und Schüler über die fantastisch ausgestattete, erst seit 2008 im neuen Gebäude arbeitende Katedralskole, die durch ihre Gründung im Jahre 1153 als "Scola Cathedralis Hamarensis" zu den ältesten Schulen im Land gehört. Nach der Schulführung begann der Kernpunkt des Austausches: das Kennenlernen des norwegischen Schulsystems, welches zu den besten der Welt gehört. Am Dienstag konnten sich die Börde-Schülerinnen und Schüler dann weiter den norwegischen Unterrichtsalltag anschauen, der sich aufgrund der deutlich unterschiedlichen Ausstattungen erheblich vom deutschen unterscheidet. So lernten die Schülerinnen und Schüler unter anderem das Jonglieren. Am Nachmittag erfolgte eine Exkursion in das naheliegende Budor, wo ein sportlicher Nachmittag im Schnee mit Schlittenfahren, Skifahren und Grillen in einer urigen Hütte verbracht wurde. Zum Abschluss des Abends wurden die Nordbremer Gäste von ihren norwegischen Gastgebern zu einem geselligen Abend in deren Familien eingeladen.

Unterricht in der Dorfschule des Freiluftmuseums Maihaugen (Lillehammer),
Quelle: Grabener, E. (2018)
Am Mittwoch erfolgte dann das nächste Highlight: bei einem Tagestrip nach Oslo besichtigten die Schülerinnen und Schüler die eindrucksvolle neue Oper, die Festung Akershus, das Rathaus und Nobelpreis-Center, die modernen Viertel Aker Brygge und Tjuvholmen sowie das Königsschloss. Nach einem Rundgang über die Karl-Johans-Gate standen noch das Nationaltheater, das Konzerthaus, der Dom, die Universität sowie das norwegische Parlamentsgebäude Stortinget auf der Besichtigungsliste. Für interessant befunden wurde auch das kommerzielle Angebot Oslos, z. B. in dem rein mit norwegischen Produkten aufwartenden Kaufhaus "Pur Norsk."
Am Donnerstag stand zunächst der Besuch des schuleigenen Observatoriums und eine Einführung in die Struktur des norwegischen Bildungssystems an. Im Anschluss unternahm die Gruppe eine Exkursion nach Lillehammer ("Klein-Hamar"). Ein Besuch im eindrucksvollen Maihaugen-Museum stand auf dem Programm, eines der größten der in Norwegen beliebten Freiluftmuseen. Dort besichtigte die Bremer Delegation zahlreiche Häuser aus nahezu allen Epochen der norwegischen Geschichte inklusive komplett erhaltener Inneneinrichtungen. Interessant dabei sicherlich der Besuch der Norwegen-typischen Garmo-Stabkirche von ca. 1200 sowie der Dorfschule inklusive Unterrichts in Norwegisch ("die Kuh macht Mø, das Schaf macht Bæ"). Anschließend stand noch ein Besuch des Olympischen Museums in Lillehammer an, welches neben der Geschichte der Olympischen Spiele auch über die Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer und Hamar informiert.

Führung durch das Freiluftmuseum Maihaugen in Lillehammer,
Quelle: Grabener, E. (2018)
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Hospitationen im Unterricht, u. a. im Sport- und Norwegisch-Unterricht. Die Nordbremer Schülerinnen und Schüler lernten eine Menge über die unterschiedlichen Unterrichtsweisen, die in Norwegen durch den Verzicht auf Tafel, Kreide, Papier und Stift (vielmehr werden ausgiebig Computer genutzt) sowie ein ganz anderes, sehr freies und im besten Falle selbstorganisiertes Lernen charakterisiert werden können. Diese Einblicke in das Unterrichtsgeschehen wurden innerhalb der Gruppe als wertvolle Erfahrung angesehen. Eindeutige Unterschiede gab es in erster Linie in der deutlich anderen materiellen Ausstattung der Katedralskole, während die Unterrichtsabläufe teilweise ähnlich waren und von den Schülerinnen und Schülern durchaus kritisch bewertet wurden. Zum Abschluss besuchte die Nordbremer Delegation eine musikalische Führung durch die alte Bischofsfestung und den alten, von den Schweden 1567 zerstörten Dom auf Domkirkeodden. Nach Erfüllung des Lehranspruches des Schüleraustausches flogen die Schülerinnen und Schüler nach einer kleinen Abschlussfeier am Samstag nach Hause.

Die Delegation des Schulzentrums Bördestraße im den alten Domruinen auf Domkirkeodden,
Quelle: Grabener, E. (2018)
In den kommenden Jahren soll der Schüleraustausch zwischen den beiden Partnerschulen im Rahmen des Erasmus+-Projektes der EU zu einer festen Größe im Angebot des SZ Bördestraße werden, um den Schülerinnen und Schülern kommender Jahrgänge interessante und lehrreiche Angebote über den alltäglichen „Tellerrand“ des Unterrichtes hinaus zu ermöglichen. Geplant ist ein jährlicher Austausch zwischen den beiden Partnerschulen, welche das Schüleraustauschprogramm des SZ Bördestraße neben dem USA-Austausch um eine skandinavische Alternative bereichern wird. Da das Erasmus+-Projekt auf zwei Jahre angelegt ist, ist es für die Schulleitung des SZ Bördestraße nunmehr dringend notwendig, den neuen Antrag für die kommenden zwei Jahre zu stellen.
Herr Heitmann und Herr Grabener bedanken sich bei den Schülerinnen und Schülern des Schüleraustausches und hoffen, dass dieser Schüleraustausch ebenso wie bei den Lehrern auch bei den Schülerinnen und Schülern für wertvolle Erfahrungen, bleibende Erinnerungen und neue Freundschaften gesorgt hat. Beide würden sich sehr freuen, auch in Zukunft das Schüleraustauschprogramm mit der Katedralskole in Hamar betreuen zu können.
 
online seit: 13.03.2018
 
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